Kategorie: Software
Ungewöhnliche Empfänger
18.05.2007Es gibt einen Übersetzungsfehler mit dem wahrscheinlich die meisten Benutzer von Windows XP früher oder später konfrontiert werden: Wenn man im Windows Explorer auf eine Datei rechtsklickt und im Kontextmenü die Funktion “Senden an -> E-Mail-Empfänger” auswählt, dann öffnet sich eine neue Email, bei der die Betreffzeile folgendermaßen ausgefüllt ist:

Dieser Betreff ergibt natürlich keinen Sinn, da man ja die Datei per Email versenden will, aber nicht die Email an die Datei schicken will. In der englischen Version steht hier: “Emailing:” (=“Verschickt wird:”) was wahrscheinlich von den Übersetzern ohne Kenntnis des Kontexts mit “E-Mail schreiben an:” übersetzt wurde.
Windows finished repairing your connection, die nicht repariert werden konnte…
12.03.2007Wenn man unter Windows XP ein Problem mit einer Netzwerkverbindung hat, kann man Windows unter “Netzwerkverbindungen” auffordern, die Verbindung zu “reparieren”. In der englischen Windows-Version erscheint nach der erfolgreichen Wiederherstellung der Verbindung die folgende Meldung:

“Windows finished repairing your connection.” - “Windows hat die Reparatur ihrer Verbindung beendet.” Es scheint also alles geklappt zu haben.
Die deutsche Version von Windows XP ist nicht weniger erfolgreich, lügt den Benutzer aber trotzdem mit folgender Meldung an:

“Die Verbindung konnte nicht repariert werden” - Dies ist wirklich die Meldung für den Erfolgsfall, d.h. nachdem man diese Meldung bekommt, funktioniert die Verbindung einwandfrei. Es liegt die Vermutung nahe, daß die Übersetzer von dem zweiten Satz in der englischen Meldung verwirrt waren: “You can try connecting again.” Allerdings sollte die Bedeutung des ersten Satzes eigentlich recht eindeutig sein.
Gefunden auf www.radeldudel.de
General Translation Failure
24.12.2006Bei der Lokalisierung der folgenden Windows XP-Fehlermeldung ist wohl etwas schiefgegangen:

Dieser Fehler ist auf 20.12. bei 13:26 aufgetreten? (In der englischen Version heißt es übrigens korrekt “This error occurred on 12/20/2006 at 1:26:54 PM.”)
Der neue Trend auf dem Pelzmarkt
18.11.2006
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| Eine Fellbestie - hier ausnahmsweise ohne Fell. |
Fans der “Herr der Ringe”-Filme von Peter Jackson kennen die drachenähnlichen Geschöpfe auf denen die Nazgul (die neun schwarzen Reiter) im zweiten und dritten Teil den Luftraum unsicher machen. J.R.R. Tolkien gab diesen Kreaturen in seinen Büchern nie wirklich einen festen Namen. Stattdessen beschrieb er sie (wie viele andere Tiere übrigens auch) mit dem englischen Adjektiv “fell”, was soviel heißt wie “grausam” oder “schrecklich”. So sind diese Wesen vielen unter dem Namen “Fell Beasts” bekannt.
Im Computerspiel “Schlacht um Mittelerde II” wurden in der deutschen Übersetzung aus den Fell Beasts nicht zum Beispiel “Schreckensbestien” sondern “Fellbestien”. Das ironische daran ist, daß diese Bestien eines definitiv nicht haben - und zwar Fell.
Der Fehler ist auch schon einigen Fans des Spiels aufgefallen, wie man in dieser Diskussion sieht.
Mutants prefer English
12.11.2006Im Computerspiel “Far Cry” befindet man sich auf einer tropischen Insel, auf der man sich nicht nur gegen menschliche Söldner sondern auch gegen mutierte Söldner (sogenannte “Trigene”) behaupten muß. Diese Mutanten sind recht gruselige Monster, aber ihre Sprachfähigkeit haben sie nicht komplett verloren. Anscheinend ist das aber den Übersetzern des Spiels entgangen, denn obwohl das Spiel zum großen Teil sehr gut übersetzt ist haben sie vergessen, die Dialogfetzen der Trigene mit zu übersetzen. Somit hört man in der “Deutschen Version” plötzlich “It’s him” und “You’re going down” oder so interessante Aussagen wie “I will rip you a new one!” Oder ging man einfach nur davon aus, daß Mutanten eher anglophil sind?
Es liegt wohl daran, daß die Stimmen der Trigene recht verzerrt sind und man nicht sofort bemerkt, daß sie überhaupt etwas sagen. Wahrscheinlich hätten die Übersetzer nur ein wenig besser hinhören müssen.
Wie auch immer - an sich wäre dieser Schnitzer wahrscheinlich keinen Artikel wert gewesen. Das kuriose an der ganzen Geschichte ist allerdings: “Far Cry” stammt von einem deutschen Softwarestudio!

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